Artenschutz-Projekte finanziert aus dem Artenschutz-Euro

Projekt für den Erhalt der Humboldtpinguine

Wir unterstützen den Unterhalt einer Aufzuchtstation auf dem Gelände der Fakultät für Meereswissenschaften der Katholischen Universität des Nordens (UCN), Chile. Dort eröffnete Sernapesca (die chilenische Regierungsbehörde), die NGO Sphenisco und die NGO Conservación Humboldt, eine neue Station für die Rehabilitation von marinen Arten. Die Rettungsstation liegt am nächsten zum Humboldt Archipel. Es werden Tiere aufgenommen, die durch den Nationalen Fischereidienst geborgen werden.  

Wir unterstützen die NGO Acorema, eine in Peru tätige, unabhängige, gemeinnützige Organisation, die nicht von der Regierung kontrolliert wird und soziale, ökologische oder menschenrechtliche Ziele verfolgt. Diese Organisation hat sich u.a. das Ziel gesetzt, Schutzgebiete für den Humboldt-Pinguin an der zentralen Küste Perus zu schaffen und zu stärken. Seit 2010 hat Sphenisco Acorema immer wieder mit Maßnahmen zur Umweltbildung beauftragt und so eine kontinuierliche Arbeit in Südperu ermöglicht. Heute wendet sich Acorema immer noch vor allem an Schüler und Lehrer, aber auch an andere Multiplikatoren.

Wir unterstützen die Erfassung von Daten über den Bruterfolg der Humboldt-Pinguin-Kolonie auf den Ballestas Inseln in Südperu. Im Auftrag von Sphenisco hat die NGO Acorema Daten während zwei Brutperioden gesammelt. Die Ergebnisse des Berichts zusammengefasst: Die Brutzeit der Humboldt-Pinguine variiert nach der geografischen Lage im Verbreitungsgebiet. Es liegen nur wenig repräsentative Daten über die Parameter ihrer Fortpflanzung vor. Deshalb sind Daten zur Geburtenrate, Entwicklung der Jungtiere, Überlebensrate der Jungtiere und Sterblichkeit der Erwachsenen erforderlich, um Prognosen für die Humboldt-Pinguin-Population stellen zu können. Die Fortpflanzungsraten in dieser Höhe reichen grundsätzlich aus, um die Lebensfähigkeit und Zukunft der Kolonie zu sichern.

Mehr Informationen zu der Arbeit von Sphenisco e.V.: www.sphenisco.org

Projekt für den Erhalt der Europäischen Sumpfschildkröte

Wir unterstützen ein Projekt der NABU Rheinland-Pfalz zur Wiederansiedlung von Europäischen Sumpfschildkröten.

Die Europäische Sumpfschildkröte wird in ganz Deutschland als vom Aussterben bedroht eingestuft. Seit 2014 siedelt der NABU Niedersachsen im Naturschutzgebiet Meerbruchswiesen am Steinhuder Meer Europäische Sumpfschildkröten wieder an, in der Hoffnung, eine sich selbst erhaltende Population zu gründen. Obwohl bereits 2022 und 2024 die Eiablage von einem Weibchen im Gebiet mit erfolgreichem Schlupf nachgewiesen werden konnte, wissen wir bei diesen Schildkröten noch viel zu wenig über das Nistverhalten und die Wahl der Brutplätze. Besonders für die Sumpfschildkröten angelegte Brutplätze werden nicht genutzt. Wir wissen allerdings nicht, wo die Weibchen stattdessen hinwandern. Um mehr über die ausgewählten Eiablageplätze zu erfahren, sollen im Frühjahr 10 adulte Weibchen besendert werden. Dadurch kann die Bewegungen der Tiere gezielt verfolgt und im Juni und Juli Brutplätze dokumentiert werden. Langfristig werden Brutplätze verbessert um den Schlupferfolg der Europäischen Sumpfschildkröte in Niedersachsen zu optimieren.

Durch die Lebensdauer der Sender von ca. 36 Monaten, werden die Tiere über mehrere Jahre beobachtet. Dadurch werden weitere Erkenntnisse gewonnen, wie z.B. ob Weibchen jedes Jahr Eier ablegen, ob sie bei ihrer Wahl eines Brutplatzes standorttreu sind, usw. Zudem haben wir die Gelegenheit, mehr über die Bewegungsökologie der Art zu lernen und ggf. Abwanderungen von Individuen mitverfolgen zu können.

Mehr Informationen zu der Arbeit von NABU: https://rlp.nabu.de/tiere-und-pflanzen/amphibien-und-reptilien/sumpfschildkroete/wiederansiedlung/index.html.

Projekt für den Erhalt der Südamerikanischen Seelöwen

Wir unterstützen Forschung, die sich mit an der Küste Brasiliens lebenden Südamerikanischen Seelöwen befasst. Ein Projekt von YAQU PACHA E.V. (Gesellschaft zum Schutz wasserlebender Säugetierarten Lateinamerikas.)

Südamerikanische Seelöwen überwintern unter anderem an den Küsten Brasiliens. Wie hoch die Anzahl ist, kann nicht genau verifiziert werden, da es zurzeit kaum verlässliche Zählungen gibt. Durch nachfolgendes Bild wird deutlich, warum: Es ist kaum möglich einen Unterschied zwischen Hochwasserschutz und Robbe zu sehen.

Wir unterstützen daher ein Team von forschenden Personen, dass ein Verfahren der Erfassung per Drohne entwickelt. Sie prüfen dieses Jahr ob eine Zählung mit Hilfe einer Drohne genauer ist, als die Suche mit dem Fernglas.

Mehr Informationen zu der Arbeit von YAQU PACHA E.V.: https://yaqupacha.de.