Artenschutz-Projekte finanziert aus dem Artenschutz-Euro

Seit 2025 haben wir den "verpflichtenden Artenschutz-Euro" eingeführt. Das bedeutet, dass in unseren Eintrittstarifen der Artenschutz-Euro automatisch enthalten ist. Die Einnahmen werden zu 100% an die im Folgenden aufgeführten Artenschutz-Projekte weiter geleitet.

Insgesamt konnten in 2025 rund 168.000,- Euro für den Artenschutz eingenommen werden. Zu Beginn dieses Jahres erfolgte eine Zuordnung für verschiedene Projekte. „Mit dem Artenschutz-Euro leisten unsere Besucherinnen und Besucher einen direkten Beitrag zum Erhalt der Biodiversität oder des Lebensraumschutzes. Jede Eintrittskarte hilft dabei, Schutzmaßnahmen zu finanzieren“, erklärt Taissa Faust, Kuratorin des Nordsee-Aquariums.

1. Hilfe für Humboldtpinguine

Sphenisco ist eine Organisation, die sich dem Schutz der Humboldtpinguine in Chile und Peru verschrieben hat. Weltweit gibt es an den Küsten von Chile und Peru nur noch ca. 12.000 Brutpaare der Humboldtpinguine. Diese Art ist vom Aussterben bedroht.

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Wir unterstützen den Unterhalt einer Aufzuchtstation auf dem Gelände der Fakultät für Meereswissenschaften der Katholischen Universität des Nordens (UCN), Chile. Dort eröffnete Sernapesca (die chilenische Regierungsbehörde), die NGO Sphenisco und die NGO Conservación Humboldt, eine neue Station für die Rehabilitation von marinen Arten. Die Rettungsstation liegt am nächsten zum Humboldt Archipel. Es werden Tiere aufgenommen, die durch den Nationalen Fischereidienst geborgen werden.  

Wir unterstützen die NGO Acorema, eine in Peru tätige, unabhängige, gemeinnützige Organisation, die nicht von der Regierung kontrolliert wird und soziale, ökologische oder menschenrechtliche Ziele verfolgt. Diese Organisation hat sich u.a. das Ziel gesetzt, Schutzgebiete für den Humboldt-Pinguin an der zentralen Küste Perus zu schaffen und zu stärken. Seit 2010 hat Sphenisco Acorema immer wieder mit Maßnahmen zur Umweltbildung beauftragt und so eine kontinuierliche Arbeit in Südperu ermöglicht. Heute wendet sich Acorema immer noch vor allem an Schüler und Lehrer, aber auch an andere Multiplikatoren.

Wir unterstützen die Erfassung von Daten über den Bruterfolg der Humboldt-Pinguin-Kolonie auf den Ballestas Inseln in Südperu. Im Auftrag von Sphenisco hat die NGO Acorema Daten während zwei Brutperioden gesammelt. Die Ergebnisse des Berichts zusammengefasst: Die Brutzeit der Humboldt-Pinguine variiert nach der geografischen Lage im Verbreitungsgebiet. Es liegen nur wenig repräsentative Daten über die Parameter ihrer Fortpflanzung vor. Deshalb sind Daten zur Geburtenrate, Entwicklung der Jungtiere, Überlebensrate der Jungtiere und Sterblichkeit der Erwachsenen erforderlich, um Prognosen für die Humboldt-Pinguin-Population stellen zu können. Die Fortpflanzungsraten in dieser Höhe reichen grundsätzlich aus, um die Lebensfähigkeit und Zukunft der Kolonie zu sichern.

2. Hilfe für Schimpansen

Eine Initiative zur Rettung der Schimpansen und der Regenwälder Westafrikas.

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3. Hilfe für Eisbären

Polar Bear International (PBI) ist eine der wichtigsten Artenschutzorganisation, die sich um das Überleben der Eisbären in ihrer Heimat bemüht.

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4. Hilfe für Keas

Der Kea Conservation Trust kümmert sich seit 2006 um effektiven Schutz dieser faszinierenden Bergpapageien!

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5. Hilfe für Europäische Sumpfschildkröten

Wiederansiedlung der Europäischen Sumpfschildkröte in Niedersachsen.

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Wir unterstützen ein Projekt der NABU Rheinland-Pfalz zur Wiederansiedlung von Europäischen Sumpfschildkröten.

Die Europäische Sumpfschildkröte wird in ganz Deutschland als vom Aussterben bedroht eingestuft. Seit 2014 siedelt der NABU Niedersachsen im Naturschutzgebiet Meerbruchswiesen am Steinhuder Meer Europäische Sumpfschildkröten wieder an, in der Hoffnung, eine sich selbst erhaltende Population zu gründen. Obwohl bereits 2022 und 2024 die Eiablage von einem Weibchen im Gebiet mit erfolgreichem Schlupf nachgewiesen werden konnte, wissen wir bei diesen Schildkröten noch viel zu wenig über das Nistverhalten und die Wahl der Brutplätze. Besonders für die Sumpfschildkröten angelegte Brutplätze werden nicht genutzt. Wir wissen allerdings nicht, wo die Weibchen stattdessen hinwandern. Um mehr über die ausgewählten Eiablageplätze zu erfahren, sollen im Frühjahr 10 adulte Weibchen besendert werden. Dadurch kann die Bewegungen der Tiere gezielt verfolgt und im Juni und Juli Brutplätze dokumentiert werden. Langfristig werden Brutplätze verbessert um den Schlupferfolg der Europäischen Sumpfschildkröte in Niedersachsen zu optimieren.

Durch die Lebensdauer der Sender von ca. 36 Monaten, werden die Tiere über mehrere Jahre beobachtet. Dadurch werden weitere Erkenntnisse gewonnen, wie z.B. ob Weibchen jedes Jahr Eier ablegen, ob sie bei ihrer Wahl eines Brutplatzes standorttreu sind, usw. Zudem haben wir die Gelegenheit, mehr über die Bewegungsökologie der Art zu lernen und ggf. Abwanderungen von Individuen mitverfolgen zu können.

6. Hilfe für Südamerikanische Seelöwen

Ziel von YAQU PACHA E.V. beim Projekt Robben ist es, langfristig Studien der Südamerikanischen Seelöwen zu unterstützen, um frühzeitig Schutzmaßnahmen zu entwickeln.

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Wir unterstützen Forschung, die sich mit an der Küste Brasiliens lebenden Südamerikanischen Seelöwen befasst. Ein Projekt von YAQU PACHA E.V. (Gesellschaft zum Schutz wasserlebender Säugetierarten Lateinamerikas.)

Südamerikanische Seelöwen überwintern unter anderem an den Küsten Brasiliens. Wie hoch die Anzahl ist, kann nicht genau verifiziert werden, da es zurzeit kaum verlässliche Zählungen gibt. Durch nachfolgendes Bild wird deutlich, warum: Es ist kaum möglich einen Unterschied zwischen Hochwasserschutz und Robbe zu sehen.

Wir unterstützen daher ein Team von forschenden Personen, dass ein Verfahren der Erfassung per Drohne entwickelt. Sie prüfen dieses Jahr ob eine Zählung mit Hilfe einer Drohne genauer ist, als die Suche mit dem Fernglas.

 

7. Hilfe für Wiedehopfe

Die Artenschutzstiftung des Zoologischen Stadtgarten Karlsruhe hat gemeinsam mit dem NABU Karlsruhe ein Projekt ins Leben gerufen, welches die Lebensräume für Wiedehopfe vernetzt.

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Der Zoo am Meer hat ein Projekt unterstützt, das die Lebensräume für Wiedehopfe vernetzt. Die Artenschutzstiftung des Zoologischen Stadtgarten Karlsruhe hat gemeinsam mit dem NABU Karlsruhe alte Streuobstwiesen gekauft, die ansonsten zu Folientunneln verwandelt worden wären. Diese sollen nun als Trittsteinbiotope verschiedene Naturräume vernetzen. Dabei werden insbesondere die Wiedehopfe profitieren, die dort seit langer Zeit vor allem durch Nistkästen unterstützt werden.

8. Hilfe für den Himmelblauen Taggecko

Die Zoologische Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz (ZGAP) fördert insbesondere kleinere und unbekannte Arten. Die Himmelblauen Taggeckos kommen nur in einem sehr kleinen Regenwaldgebiet in Tansania vor, für welches die ZGAP Ranger und Waldführer ausbildet. Sie schafft außerdem Arbeitsplätze in zehn umliegenden Dörfern, die die Pandanuspalme vermehren, von der der Gecko abhängig ist. Diese werden dann zur Aufforstung genutzt.

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9. Hilfe für verschiedene Projekte

Die Stiftung Artenschutz ist eine Gemeinschaftsinitiative von Zoologischen Gärten, Tierparks und Naturschutzorganisationen, die einen wesentlichen und effektiven Beitrag zur Bewahrung existenziell gefährdeter Tierarten, ihrer genetischen Vielfalt und ihrer Ökosysteme leisten.

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Citizen Conservation ist ein Netzwerk von hauptberuflichen und privaten Tierhaltenden. Nach wissenschaftlichem Erkenntnisstand gemanagte Zuchtprogramme geeigneter Arten treffen auf die Bereitschaft von Privat-Menschen, sich aktiv am Erhalt der Biodiversität zu beteiligen. Citizen Conservation leitet an, begeistert, koordiniert – und bringt so die Kompetenzen aller zusammen, um einen zählbaren Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt zu leisten.

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