Engagement im Natur- und Artenschutz ist wichtiger denn je:

Zoos als Informationszentren und als Akteure für den Natur- und Artenschutz

In vielfältiger Weise wird im Zoo am Meer auf die Bedrohung von Tierarten und Lebensräumen hingewiesen, wie z.B. in der Zooschule, bei kommentierten Fütterungen, Führungen oder durch die Beschilderung. Menschen zu informieren und wachzurütteln ist eine Sache, etwas zu tun eine andere. In enger Zusammenarbeit zwischen den Zoos in Deutschland (Verband der Zoologischen Gärten - VDZ), in Europa (European Association of Zoos and Aquaria - EAZA) sogar weltweit (World Association of Zoos and Aquariums - WAZA), aber auch mit den Menschen und den Organisationen vor Ort, wird an dem Erhalt von bedrohten Tierarten und deren Lebensraum gearbeitet. Allein die VDZ-Zoos unterstützen, leiten und finanzieren mit rund 8 Millionen Euro jährlich 170 Projekte in der Wildbahn zum Schutz von wildlebenden Tierarten und deren Lebensräumen in 61 Ländern.

In den Zoos wird versucht, bedrohte Tierarten im Rahmen von nationalen und internationalen Programmen durch koordinierte Nachzucht zu erhalten, z.B. durch Europäische Erhaltungszuchtprogramme (EEP, European Endangered Species Programe) und internationale Zuchtprogramme (ESB European Studbook) und ISB (International Studbook).

Sind entsprechende Lebensräume vorhanden und die Ursache der Bedrohung behoben, können Nachzuchttiere mit entsprechender Vorbereitung für Auswilderungsprojekte zur Verfügung gestellt werden. Können Tierarten nicht wieder ausgewildert werden, werden sie in Zoos wie in einer Art „Arche Noah“ gehalten, um die Tierart und damit den Genpool zu erhalten.

Mitgliedschaft im EEP für

  • Schimpansen
  • Eisbären
  • Kaiserschnurrbarttamarine
  • Südamerikanische Seelöwen/Patagonische Seelöwen
  • Humboldtpinguine
  • Schneeeulen

Mitgliedschaften in Zuchtbüchern für

  • Basstölpel
  • Keas

Neben der Zucht von bedrohten Tierarten in zoologischen Gärten ist es noch wichtiger, einen Beitrag zu leisten, dass Tierarten in freier Wildbahn erst gar nicht aussterben und die Ursachen der Bedrohung direkt vor Ort bekämpft werden.

Artenschutz-Euro – Ein kleiner Beitrag mit großer Wirkung zum Erhalt der Artenvielfalt!

Seit 2025 haben wir den "verpflichtenden Artenschutz-Euro" eingeführt. Das bedeutet, dass in unseren Eintrittstarifen der Artenschutz-Euro automatisch enthalten ist. Die Einnahmen werden zu 100% an die im Folgenden aufgeführten Artenschutz-Projekte weiter geleitet.

Projekte, die unterstützt werden:

1. Hilfe für Humboldtpinguine

Sphenisco ist eine Organisation, die sich dem Schutz der Humboldtpinguine in Chile und Peru verschrieben hat. Weltweit gibt es an den Küsten von Chile und Peru nur noch ca. 12.000 Brutpaare der Humboldtpinguine. Diese Art ist vom Aussterben bedroht.

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2. Hilfe für Schimpansen

Eine Initiative zur Rettung der Schimpansen und der Regenwälder Westafrikas.

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3. Hilfe für Eisbären

Polar Bear International (PBI) ist eine der wichtigsten Artenschutzorganisation, die sich um das Überleben der Eisbären in ihrer Heimat bemüht.

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4. Hilfe für Keas

Der Kea Conservation Trust kümmert sich seit 2006 um effektiven Schutz dieser faszinierenden Bergpapageien!

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5. Hilfe für Europäische Sumpfschildkröten

Wiederansiedlung der Europäischen Sumpfschildkröte in Niedersachsen.

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6. Hilfe für Südamerikanische Seelöwen

Ziel von YAQU PACHA E.V. beim Projekt Robben ist es, langfristig Studien der Südamerikanischen Seelöwen zu unterstützen, um frühzeitig Schutzmaßnahmen zu entwickeln.

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7. Hilfe für Wiedehopfe

Die Artenschutzstiftung des Zoologischen Stadtgarten Karlsruhe hat gemeinsam mit dem NABU Karlsruhe ein Projekt ins Leben gerufen, welches die Lebensräume für Wiedehopfe vernetzt.

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8. Hilfe für den Himmelblauen Taggecko

Die Zoologische Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz (ZGAP) fördert insbesondere kleinere und unbekannte Arten. Die Himmelblauen Taggeckos kommen nur in einem sehr kleinen Regenwaldgebiet in Tansania vor, für welches die ZGAP Ranger und Waldführer ausbildet. Sie schafft außerdem Arbeitsplätze in zehn umliegenden Dörfern, die die Pandanuspalme vermehren, von der der Gecko abhängig ist. Diese werden dann zur Aufforstung genutzt.

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9. Hilfe für verschiedene Projekte

Die Stiftung Artenschutz ist eine Gemeinschaftsinitiative von Zoologischen Gärten, Tierparks und Naturschutzorganisationen, die einen wesentlichen und effektiven Beitrag zur Bewahrung existenziell gefährdeter Tierarten, ihrer genetischen Vielfalt und ihrer Ökosysteme leisten.

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Citizen Conservation ist ein Netzwerk von hauptberuflichen und privaten Tierhaltenden. Nach wissenschaftlichem Erkenntnisstand gemanagte Zuchtprogramme geeigneter Arten treffen auf die Bereitschaft von Privat-Menschen, sich aktiv am Erhalt der Biodiversität zu beteiligen. Citizen Conservation leitet an, begeistert, koordiniert – und bringt so die Kompetenzen aller zusammen, um einen zählbaren Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt zu leisten.

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