Engagement im Natur- und Artenschutz ist wichtiger denn je:

Der Zoo als Informationszentrum für Natur- und Artenschutz

In Form von Beschilderung wird in vielfältiger Weise auf die Bedrohung von Tierarten und Lebensräumen hingewiesen. Menschen zu informieren und wachzurütteln ist eine Sache, etwas zu tun eine andere. Hier besteht auch eine enge Zusammenarbeit zwischen den Zoos in ganz Europa, sogar weltweit (Mitgliedschaften des Zoo am Meer in der EAZA, European Association of Zoos and Aquaria und WAZA, World Association of Zoos and Aquaria).

So wird versucht, von der Ausrottung bedrohte Tierarten im Rahmen von nationalen und internationalen Programmen durch koordinierte Nachzucht zu erhalten, z.B. durch Europäische Erhaltungszuchtprogramme (EEP, European Endangered Species Programme) und internationale Zuchtprogramme (ESB European studbook) und ISB (International Studbook).

Sind entsprechende Lebensräume vorhanden, werden Nachzuchttiere für Auswilderungsprojekte zur Verfügung gestellt. Die Nachzucht nicht gefährdeter Tierarten vermeidet weitgehend den Fang wildlebender Vertreter dieser Arten.

Mitgliedschaft im EEP für

  • Schimpansen
  • Eisbären
  • Kaiserschnurrbarttamarine
  • Humboldtpinguine

Mitgliedschaften in Zuchtbüchern für

  • Basstölpel
  • Keas
  • Südamerikanische Seelöwen

Neben der Zucht von bedrohten Tierarten in zoologischen Gärten ist es noch wichtiger, einen Beitrag zu leisten, dass Tierarten in freier Wildbahn erst gar nicht aussterben und die Ursachen der Bedrohung direkt vor Ort bekämpft werden.

Projekte, die unterstützt werden:

1. Hilfe für Humboldtpinguine

Weltweit gibt es an den Küsten von Chile und Peru nur noch ca. 12.000 Brutpaare der Humboldtpinguine. Diese Art ist vom Aussterben bedroht.

Mehr Informationen

(Sphenisco, Schutz des Humboldtpinguins e.V.)

Weltweit gibt es an den Küsten von Chile und Peru nur noch ca. 12.000 Brutpaare der Humboldtpinguine. Diese Art ist vom Aussterben bedroht.

Ein wichtiges Ziel zoologischer Gärten ist es, einen Beitrag zu leisten,  Tierarten in freier Wildbahn erst gar nicht aussterben zu lassen und die Ursachen der Bedrohung direkt vor Ort zu bekämpfen.
Der Zoo am Meer unterstützte bisher ein Projekt zum Schutz von Humboldtpinguinen in freier Wildbahn, an dem sich der Zoo am Meer gemeinsam mit dem Zoo Landau/Pfalz (Fundación Otway).
Das Projekt Fundación Otway wurde vorangetrieben und „lebte“ durch den Deutschen Dr. Horst George, der dafür 2007 sogar den Bruno H.Schubert-Preis erhielt.
Leider zog sich Dr. Horst George aus persönlichen Günden zurück und die Stiftung Otway stellte ihre Naturschutzarbeit ein.

Um die dringend erforderlichen Aktivitäten zum Schutz des Humboldtpinguins fortzusetzen und weiter zu entwickeln, war es notwendig und sinnvoll, das WAZA Projekt 06023 zu erweitern, Naturschützer und Wissenschaftler aus anderen Regionen Chiles besonders einzubeziehen und ihre Aktivitäten in Chile besser zu koordinieren.

So wurde der Verein Sphenisco, Schutz des Humboldtpinguins e.V. gegründet. Partner sind nun weltweit: Die Zoos in Bremerhaven, Dortmund, Dublin (IRL), Halle, Kolmarden (S) Landau, Magdeburg, Vogelpark Walsrode, die Organisationen Anarctic Research Trust (CH), Freundeskreis des Landauer Tiergartens e.V., Cento de Estudios Avanzados en Zonas Aridas-CEAZA-Universidad Catolica del Norte, Coquimbo (Chile)
Comisión de Protecciòn del Medio Ambiente, Los Choros  (Chile), Ecotourismo Punihuil (Chile),  Movimiento en Defensa del Medio Ambiente – MODEMA – (Chile), Museo Municipal de Ciencias Naturales y Arqueologìa de San Antonio (Chile)

Aktuell droht jetzt durch den Bau von vier Wärmekraftwerken mit veralteter Technologie in Nordchile die Ausrottung des größten Teils der Freiland-Population des Humboldt-Pinguins. Der Protest der beteiligten Institutionen zeigt Wirkung, das Genehmigungsverfahren ist ins Stocken geraten. Gemeinsam mit den chilenischen Naturschützern hoffen wir durch weiteren Widerstand, den Bau der Kraftwerke noch verhindern zu können.

Diese Krise macht es dringend erforderlich, der drohenden Zerstörung des „Nationalen Schutzgebiets des Humboldt-Pinguins“ mit den Brutinseln Chañaral, Choros und Damas und dem Kampf gegen die drohende existenzielle Dezimierung der Freiland-Population höchste Priorität beim Schutz dieser Pinguinart zu geben.

Natur- & Artenschutzarbeit

  • Realisierung der Meeresschutzzone
  • Durchsetzung und Überwachung des Fangverbots mit Kiemennetzen
  • Unterschutzstellung weiterer Inseln in der Region
  • Erarbeitung eines Masterplans, u. a. zur Entwicklung nachhaltiger Tourismusarbeit
  • Umweltbildung
  • Verbesserung der Information über die Gefährdung des Humboldt-Pinguins und seines Habitats; Zielgruppen: Schulen, lokale Bevölkerung
  • Bessere Kontrolle u. besserer Schutz bereits unter Schutz stehender Gebiete: z. B. Verhinderung von illegalem -Guano-Abbau, illegalem Absammeln der Eier und der Fischerei mit Dynamit.

Forschung

  • Dokumentation der toten Tiere, die durch den Fischfang mit Kiemennetzen getötet wurden
  • Prüfen, ob Daten bezüglich der täglichen Wege der Pinguine (Ankunft und Verlassen der Brutinsel) relevant sind für den Schutz der Tiere
  • Daten über die ökonomische Entwicklung der Fischerei unter den Bedingungen des Naturschutzes
  • Bekämpfung der Ratten auf der Brutinsel
  • Unterstützung der Wildtierauffang- und –Rettungsstation im Museum z. B. Finanzierung von Medikamenten, Werben von Volontären

Der Verein soll kontinuierlich Projekte, Teilprojekte und einzelne Maßnahmen zum Schutz des Humboldt-Pinguins und seines Lebensraums fördern und die Zusammenarbeit der verschiedenen Personen und Gruppen von Naturschützern und Wissenschaftlern verbessern. Gefördert werden sollen Maßnahmen zum Schutz der Tiere, zur Umweltbildung, wissenschaftliche Untersuchungen und die Erschließung von alternativen Einkommensquellen für Bewohner der Schutzregionen. Durch die Entwicklung und Pflege von Netzwerken für die Bereiche Schutz, Bildung und Forschung können der Transfer von Wissen und Erfahrung erleichtert und stabile Kooperationen entwickelt werden.

Sphenisco, Schutz des Humboldtpinguins e.V

E-mail: sphenisco@t-online.de
Internet: www.sphenisco.org

2. Hilfe für Schimpansen

Eine Initiative zur Rettung der Schimpansen und der Regenwälder Westafrikas

Mehr Informationen

(Stiftung zum Schutz wildlebender Schimpansen (WCF - Wild Chimpanzee Foundation) c/o Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie, Leipzig)

Eine Initiative zur Rettung der Schimpansen und der Regenwälder Westafrikas

Ein einzigartig vielfältiger Lebensraum

  • Ein Ökosystem mit weltweit höchster Erhaltungspriorität
  • Wälder mit einzigartiger Artenvielfalt, die letzten Relikte des westafrikanischen Urwaldblocks
  • Eine Schimpansengesellschaft im Tai Nationalpark, Elfenbeinküste, mit einem außergewöhnlichen Verhaltensrepertoire, die seit über 20 Jahren täglich unter wissenschaftlicher Beobachtung steht (der Lebenslauf jedes Individuums ist bekannt)

Ein neuartiger Ansatz

  • Enge Beziehungen zwischen Spendern und Projekten vor Ort (vierteljährliche Berichte über die Komplexität des Ökosystems Regenwald, vermittelt anhand der Beobachtungen an wildlebenden Schimpansen; Exkursionen für Schüler)
  • Informationsveranstaltungen zum Umweltschutz in den Spenderländern, sowie auch vor Ort in Westafrika
  • Gelungene Verbindung zwischen Schulkindern, Umwelterziehung, einer vom Aussterben bedrohten Art und der Erhaltung der tropischen Regenwälder

Ethische und wissenschaftliche Verpflichtung

  • Einzigartige Datenbank über die Schimpansen des Tai Waldes, zur Verfügung gestellt durch Professor Christopher Boesch und Mitarbeiter
  • Unter Aufsicht eines ehrenamtlichen Komitees bestehend aus anerkannten Experten aus Wissenschaft und Naturschutz
  • Unabhängige Geschäftsleitung, die den effizienten und transparenten Einsatz der Finanzmittel garantiert

Aktionsplan

  • Junge Leute auf die Problematik der Vernichtung von Schimpansen und Wäldern aufmerksam machen (Bereitstellung von pädagogisch aufbereitetem Informationsmaterial; Aufbau eines internationalen Netzes von Schulen als Paten von Schimpansen). Sehen Sie hier einen Kurzfilm über das pädagogische Programm des Clubs P.A.N. (wahlweise auf Deutsch, Englisch oder Französisch)
  • Verringerung des Konfliktpotentials zwischen Menschen und Schimpansen (Aktivitäten mit der lokalen Bevölkerung: Filme, Diskussionen, Theateraufführungen, Informationsbroschüren)
  • Schutz des Lebensraumes von Schimpansengesellschaften verschiedener Regionen
  • Reduzierung von Wilderern und Durchführung einer Kampagne zum internationalen Verbot von Jagd und Handel wildlebender Schimpansen
  • Einflussnahme auf Naturschutz- und Entwicklungspolitik

Stiftung zum Schutz wildlebender Schimpansen (WCF - Wild Chimpanzee Foundation) c/o Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie, Leipzig)

E-Mail: wcf@wildchimps.org
Internet: www.wildchimps.org

3. Hilfe für Eisbären

Polar Bear international (PBI) ist eine der wichtigsten Artenschutzorganisation, die sich um das Überleben der Eisbären in ihrer Heimat bemüht.

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4. Hilfe für Keas

Der Kea Conservation Trust kümmert sich seit 2006 um effektiven Schutz dieser faszinierenden Bergpapageien!

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5. Hilfe für wasserlebende Säugetiere Südamerikas

yaqu pacha wurde 1992 mit dem Ziel gegründet, die wasserlebenden Säugetiere Südamerikas zu schützen und deren Lebensräume zu erhalten. Noch sind hier Wale, Delfine, Otter, Robben und Seekühe zahlreich beheimatet. Doch Umweltverschmutzung, Regenwaldrodung, Treib- und Stellnetze gefährden das sensible Ökosystem.

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Hinweis!

Der Zoo am Meer Bremerhaven bleibt aus aktuellem Anlass ab dem 18. März 2020 bis auf Weiteres geschlossen.

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