Warum Forschung in Zoos so wichtig ist

Forschung bedeutet systematisch und strukturiert, sprich wissenschaftlich, eine Fragestellung zu beantworten. Beispielsweise die Frage, warum manche Vogelarten an Vogelgrippe erkranken und daran sterben, andere jedoch nicht.

Moderne Zoos sind Orte der Erholung, der Bildung, des Artenschutzes und auch der Forschung. Dabei kann Forschung zur Beantwortung wissenschaftlicher Fragen in Verbindung mit Zoos sehr vielfältig sein. So können Verhaltensbeobachtungen an Zootieren durchgeführt oder es können bereits vorhandene Daten der Tiere, wie Körpergewicht oder Lebenserwartung, wissenschaftlich ausgewertet werden.

Zoos können auch Proben lebender oder verstorbener Tiere für genetische Studien oder zum Anlegen für Zellkulturen, mit denen sich teilweise Tierversuche ersetzen lassen, anderen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zur Verfügung stellen. Eine weitere Möglichkeit wie Zoos sich an Forschung beteiligen, ist die zur Verfügungstellung von Fachwissen, zum Beispiel für die Behandlung, den Transport, die Ernährung oder die Immobilisation von Wildtieren.

Dabei werden Forschungsergebnisse in der Regel von mehreren Autorinnen und Autoren zusammen als wissenschaftlicher Artikel in englischer Sprache in Fachzeitschriften veröffentlicht. Dadurch steht das gewonnene Wissen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern weltweit zur Verfügung. Allerdings vergehen zwischen der Formulierung der Fragestellung und der Beantwortung dieser als Artikel oft mehrere Jahre. Dies liegt nicht nur an oft sehr großen Datenmengen, die erst erhoben und dann ausgewertet werden müssen, sondern auch an dem sogenannten Peer Review Verfahren. Hierbei wird der Artikel anonym an mehrere Expertinnen und Experten zur Begutachtung geschickt. Anonym deshalb, damit diese den Artikel unvoreingenommen beurteilen. Dies dient der Qualitätssicherung in der Wissenschaft und soll sicherstellen, dass keine falschen Ergebnisse veröffentlicht werden.