Fütterungen

Die Seelöwen, Seebären und Seehunde werden täglich zu unterschiedlichen Zeiten gefüttert. Die Angaben der wechselnden Fütterungszeiten (jeweils vormittags und nachmittags) finden Sie am Eingang und an dem Gehege der Seelöwen.

Die Fütterungen folgender Tiere finden zu festen Zeiten statt:

Pinguine 11.00 Uhr und 15.00 Uhr
Basstölpel 13.15 Uhr
Waschbären, danach Otter 13.45 Uhr

 

Warum stellen wir die Fütterungen bei den Seelöwen, Seebären und Seehunden um?

Der Zoo am Meer arbeitet kontinuierlich daran, das Wohlbefinden seiner Tiere zu steigern. Es hat sich gezeigt, dass für manche Tierarten feste Fütterungszeiten nicht gut sind. Sie werden schon lange vor der festgelegten Zeit nervös, laufen hin und her und es kommt ggf. sogar zu Übersprungshandlungen. Daher sind die regelmäßigen Fütterungen auf der Außenanlage bei den Eisbären eingestellt worden. Die Bären finden jetzt über den Tag verteilt kleine Beschäftigungsfutterbrocken auf der Außenanlage, ohne dass sie den Futterspender wahrnehmen können. Sie sind daher deutlich entspannter geworden.

Die Robben müssen trainiert werden, daher werden von den Tierpfleger/-innen tägliche Fütterungen vorgenommen. Die Zeiten dafür wechseln jedoch kontinuierlich, sodass die Tiere sich an keinen festen Rhythmus gewöhnen können.

Tiertraining

Medizinisches Pflegetraining bei den Robben (wechselweise bei Seebären, Seehunden und Seelöwen) Mittwoch 13:00 Uhr

Veröffentlichungen zum Thema Tiertraining erschienen in "Leben mit Tieren" Ausgabe 1/2009 - Die Zeitschrift der Tierärzte für die Patientenbesitzer (www.leben-mit-tieren.com) zu downloaden:
Komm Mensch, spiel mit mir!

Animation für Tiere?

Moderne Zootierhaltung heißt heute nicht nur das Gehege möglichst groß zu bauen, und die Tiere optimal zu versorgen, sondern auch, den Alltag der Zootiere möglichst abwechslungsreich zu gestalten. In freier Wildbahn werden die Sinne durch eine Vielfalt von Umweltreizen immer neu gefordert, was selbst in einem gut strukturierten, natürlich gestalteten Zoogehege nur bedingt möglich ist. Hier ist der Tierpfleger gefragt, der immer wieder durch neue Ideen seinen Zootieren den Tagesablauf anreichert (Behavioral enrichment).

Neben der Tierbeschäftigung kommt dieses auch dem Tierpfleger im täglichen Umgang mit dem Tier zu Gute. Umsperren, veterinärmedizinische Untersuchungen sind leichter geworden.

Pflegetraining

Seinen Ursprung hat dieses Pflegtraining in den USA, wo es gerade bei Meeressäugern eingesetzt wurde. Durch eine Kooperation mit dem Tier kann eine komplette Untersuchung des Tieres durchgeführt werden und es bleibt dabei ruhig an derselben Stelle.

Dieses wird heute bei Walen und Delphinen, Robben aber auch bei gefährlichen Tieren, wie Elefantenbullen, Bären oder Primaten eingesetzt, um Pflege- oder veterinärmedizinische Maßnahmen durchzuführen, ohne die Tiere betäuben zu müssen.

Wie funktioniert das?

Das Tier lernt, dass bestimmte Verhaltensweisen bestimmte Konsequenzen nach sich ziehen. Wenn ein Tier ein bestimmtes Verhalten zeigt, und die folgende Konsequenz positiv ist (Belohnung), ist die Wahrscheinlichkeit, dass das Tier das Verhalten wiederholt, sehr groß.

Das Target, ein Tennisball an einer langen Stange, ist dabei ein wichtiges Hilfsmittel. Wenn das Tier den Tennisball berührt, erfolgt ein Pfiff als Brückensignal und z.B. bei unseren Robben ein Fisch als Belohnung. Nach kurzer Zeit lernt das Tier, dem Target zu folgen, und man kann es so an einen bestimmten Platz dirigieren.

Dieses Training wird bei allen drei Robbenarten im Zoo am Meer durchgeführt und hat uns schon sehr geholfen. Als die Tiere während des Zoo-Umbaues aus ihren alten Gehegen umziehen mussten, sind unsere Seelöwen und Seebären „zu Fuß“ hinter dem Target in die neuen Anlagen marschiert. So war es für Tier und Mensch stressfreier, denn einen 400 kg Seelöwenbullen in eine Transportkiste zu bugsieren ist schon mit einer Menge Stress verbunden. Fisch alleine als Lockmittel hätte nicht ausgereicht, denn wenn Tiere im Stress sind, fressen sie nicht.

Beschäftigung wird auch bei anderen Tieren im Zoo am Meer groß geschrieben. Bei den Schimpansen ist ein künstlicher Termitenhügel die Attraktion. Die Schimpansen müssen sich Äste zurechtbasteln, mit denen sie über verschiedene Löcher im „Termitenhügel“ in einen Honigtopf gelangen. Natürlich sehen sie nicht, wo sie angeln.

Es werden Sämereien ausgestreut, die sie wie in freier Wildbahn sammeln müssen. Gegenstände mit Futter werden aufgehängt, und die geistige Leistung der Schimpansen ist gefordert, damit sie an das Futter gelangen. Ähnliches wird auch für die Eisbären gemacht, aber natürlich nicht ganz so „schwierig“. Die Pumas werden mit für sie anregenden Duftstoffen animiert.

Dem Erfindungsgeist der TierpflegerInnen sind keine Grenzen gesetzt. Spielverhalten kann so verstärkt werden, Aggressionen und Stereotypien werden so vermieden.

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