1. Hilfe für Humboldtpinguine

Hilfe für Humboldtpinguine

(Sphenisco, Schutz des Humboldtpinguins e.V.)

Weltweit gibt es an den Küsten von Chile und Peru nur noch ca. 12.000 Brutpaare der Humboldtpinguine. Diese Art ist vom Aussterben bedroht.

Ein wichtiges Ziel zoologischer Gärten ist es, einen Beitrag zu leisten,  Tierarten in freier Wildbahn erst gar nicht aussterben zu lassen und die Ursachen der Bedrohung direkt vor Ort zu bekämpfen.
Der Zoo am Meer unterstützte bisher ein Projekt zum Schutz von Humboldtpinguinen in freier Wildbahn, an dem sich der Zoo am Meer gemeinsam mit dem Zoo Landau/Pfalz (Fundación Otway).
Das Projekt Fundación Otway wurde vorangetrieben und „lebte“ durch den Deutschen Dr. Horst George, der dafür 2007 sogar den Bruno H.Schubert-Preis erhielt.
Leider zog sich Dr. Horst George aus persönlichen Günden zurück und die Stiftung Otway stellte ihre Naturschutzarbeit ein.

Um die dringend erforderlichen Aktivitäten zum Schutz des Humboldtpinguins fortzusetzen und weiter zu entwickeln, war es notwendig und sinnvoll, das WAZA Projekt 06023 zu erweitern, Naturschützer und Wissenschaftler aus anderen Regionen Chiles besonders einzubeziehen und ihre Aktivitäten in Chile besser zu koordinieren.

So wurde der Verein Sphenisco, Schutz des Humboldtpinguins e.V. gegründet. Partner sind nun weltweit: Die Zoos in Bremerhaven, Dortmund, Dublin (IRL), Halle, Kolmarden (S) Landau, Magdeburg, Vogelpark Walsrode, die Organisationen Anarctic Research Trust (CH), Freundeskreis des Landauer Tiergartens e.V., Cento de Estudios Avanzados en Zonas Aridas-CEAZA-Universidad Catolica del Norte, Coquimbo (Chile)
Comisión de Protecciòn del Medio Ambiente, Los Choros  (Chile), Ecotourismo Punihuil (Chile),  Movimiento en Defensa del Medio Ambiente – MODEMA – (Chile), Museo Municipal de Ciencias Naturales y Arqueologìa de San Antonio (Chile)

Aktuell droht jetzt durch den Bau von vier Wärmekraftwerken mit veralteter Technologie in Nordchile die Ausrottung des größten Teils der Freiland-Population des Humboldt-Pinguins. Der Protest der beteiligten Institutionen zeigt Wirkung, das Genehmigungsverfahren ist ins Stocken geraten. Gemeinsam mit den chilenischen Naturschützern hoffen wir durch weiteren Widerstand, den Bau der Kraftwerke noch verhindern zu können.

Diese Krise macht es dringend erforderlich, der drohenden Zerstörung des „Nationalen Schutzgebiets des Humboldt-Pinguins“ mit den Brutinseln Chañaral, Choros und Damas und dem Kampf gegen die drohende existenzielle Dezimierung der Freiland-Population höchste Priorität beim Schutz dieser Pinguinart zu geben.

Natur- & Artenschutzarbeit

  • Realisierung der Meeresschutzzone
  • Durchsetzung und Überwachung des Fangverbots mit Kiemennetzen
  • Unterschutzstellung weiterer Inseln in der Region
  • Erarbeitung eines Masterplans, u. a. zur Entwicklung nachhaltiger Tourismusarbeit
  • Umweltbildung
  • Verbesserung der Information über die Gefährdung des Humboldt-Pinguins und seines Habitats; Zielgruppen: Schulen, lokale Bevölkerung
  • Bessere Kontrolle u. besserer Schutz bereits unter Schutz stehender Gebiete: z. B. Verhinderung von illegalem -Guano-Abbau, illegalem Absammeln der Eier und der Fischerei mit Dynamit.

Forschung

  • Dokumentation der toten Tiere, die durch den Fischfang mit Kiemennetzen getötet wurden
  • Prüfen, ob Daten bezüglich der täglichen Wege der Pinguine (Ankunft und Verlassen der Brutinsel) relevant sind für den Schutz der Tiere
  • Daten über die ökonomische Entwicklung der Fischerei unter den Bedingungen des Naturschutzes
  • Bekämpfung der Ratten auf der Brutinsel
  • Unterstützung der Wildtierauffang- und –Rettungsstation im Museum z. B. Finanzierung von Medikamenten, Werben von Volontären

Der Verein soll kontinuierlich Projekte, Teilprojekte und einzelne Maßnahmen zum Schutz des Humboldt-Pinguins und seines Lebensraums fördern und die Zusammenarbeit der verschiedenen Personen und Gruppen von Naturschützern und Wissenschaftlern verbessern. Gefördert werden sollen Maßnahmen zum Schutz der Tiere, zur Umweltbildung, wissenschaftliche Untersuchungen und die Erschließung von alternativen Einkommensquellen für Bewohner der Schutzregionen. Durch die Entwicklung und Pflege von Netzwerken für die Bereiche Schutz, Bildung und Forschung können der Transfer von Wissen und Erfahrung erleichtert und stabile Kooperationen entwickelt werden.

Sphenisco, Schutz des Humboldtpinguins e.V

E-mail: sphenisco@t-online.de
Internet: www.sphenisco.org

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